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Musikverein Umpfertal / Drei Orchester bewiesen in der Boxberger Umpfertal-halle ihr Können / Verdiente Mitglieder ausgezeichnet

 

Virtuosität und große Leidenschaft

Mit einer großen musikalischen Leistung bewiesen die Orchestermitglieder des Musikvereins Umpfertal beim Jahreskonzert ihr Können.

Jahreskonzert 2018 Titel

Beim Finale zum Jahreskonzert des Musikvereins Umpfertal standen 120 Aktive des „Großen Blasorchesters“, der Jugendkapelle und der Miniband unter der Leitung von Dirigent Volker Metzger auf der Bühne der Umpfertalhalle.



Boxberg. Ein Höhenflug jagte den anderem beim Jahreskonzert des Musikvereins Umpfertal in der vollbesetzten Umpfertalhalle. Die über 120 Instrumentalisten von der Miniband unter Silke Metzger, der Jugendkapelle unter ihrem neuen Dirigenten Edgar Adelmann bis hin zum Großen Blasorchester unter Dirigent Volker Metzger verbreiteten mit ihrer klassischen Musik große Begeisterung an die vielen Besucher.

In höchster Brillanz an Virtuosität, Tonschönheit und Klangsinnlichkeit war die über vierstündige Darbietung ausgelegt. Die Musiker boten einen Hochgenuss orchestra-ler Melodien auf hohem Niveau.

Die Freude war in der Begrüßung durch den Vorsitzenden und aktiven Musiker Josef Knoblauch nicht zu überhören. Er dankte den vielen Musikerinnen und Musiker sowie den Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz.

Die Vertreter des Blasmusikverbandes Odenwald-Tauber waren in großer Zahl an-wesend, denn es gab Ehrungen an verdiente Persönlichkeiten. Für 40 Jahre Aktivität als Musiker, Dirigent und Vorstandsarbeit wurden Volker Metzger, Silke Metzger und Sandra Metzger durch den Vorsitzenden Herbert Münkel im Beisein von Valentin Kimmelmann und Ehrenpräsident Gerhard Münch ausgezeichnet.

Jahrekonzert 2018 ehrungen

Ehrungen für 40 Jahre aktive Zeit (von links): Vorsitzender Josef Knoblauch, Ehren-vorsitzender Gerhard Münch, die Geehrten Silke Metzger, Sandra Metzger und Volker Metzger, Herbert Münkel und Valentin Kimmelmann.

In höchster Konzentration eröffnete die 35-köpfige Jugendkapelle unter Edgar Adelmann den Konzertabend mit dem „Colonel Bogey March“ und der folgenden Filmmusik „La Storia“ von Jacob de Haan. Der leidenschaftlich gespielte „Tokajer Marsch“ erzeugte eine besondere Atmosphäre, die von unterschiedlichsten Gefühlen geprägt war, eine Erinnerung an den legendären und unvergessenen Dirigenten Albert Henn. Die Filmmusik „The Godfather“ melodisch getragen, war ebenbürtig mit der integrierten in kritischem Konsens getragenen „Sofia“. Der Beifall galt den jungen Meistern, die sich unter Edgar Adelmann einiges zutrauten, was ihnen sicherlich beim Wechsel in die erste Garnitur zu Gute kommt.

Nun betraten die Jüngsten im Bunde, die „Miniband“ unter Silke Metzger, die große Bühne. Ihnen konnte man gleichfalls die große Leidenschaft zur Musik anmerken. Eine „Sunny Samba“ war gleich anfangs eine große Her-ausforderung und Silke Metzger lobte ihre Sprösslinge in höchsten Tönen, mit welcher Euphorie sie sich in Zeug le-gen. Nach „Fun Train“ erfüllte sich Dirigentin Silke Metzger einen Kinderwunsch mit „Little Drummer Boy“, das viele Anhänger fand. Der siebenjährige Ben-Levin Hainz ver-sprühte mit seinen sieben Jahren seinen ganzen Liebreiz.

Jahreskonzert 2018 Litledrummerboy

 

Der folgende Einmarsch des „Großen Blasorchesters“ wollte kein Ende nehmen. Die Harmonie zwischen Musiker und Zuhörer innerhalb des Konzertabends war spürbar. Josef Koblauch führte durchs Programm und gab auch Einblicke in die Besetzung und Arbeit innerhalb des Musikvereins.

„Mercury“ war anfangs zu hören, was überleitete in die „Highlights from Chess“, ein musikalisches Schachspiel mit kraftvoller Wirkung. Die Zusammenstellung berühmter Musicals kam an. Weiterer Höhepunkt des Abends war bei „Bugler’s Holiday“ – ein Solo für drei Trompeter durch die Jungmusiker Yannick Braun, Yannick Öchsner und Jannik Zuber. Eine herausragende Besetzung aus der Welt der traditionellen irischen Musik war zu hören in „The Sound of Ireland“. Romantisch unter die Haut gehend war die Partitur mit dem Titel „Die Sonne geht auf“, dem das Arrangement „Estudiantina“ folgte. Und zwischendurch gab’s eine Übernahme ins Große Blas-orchester mit Einkleidung der grünen Uniform bei Luisa Pfeuffer und Katja Göbel, die sich sichtlich auf diesen Moment freute.

Im letzten Teil kam Leben auf die Bühne bei „Tanz der Vampire“ unter Melanie Wiederroth und Lisa Hötzel. Weißer Rauch zog durch die Festhalle, die über 20 Vampire waren in Höchstform und räumten alles weg, was sich ihnen in den Weg stellte – eine außergewöhnliche Show. Bevor der letzte Titel „Danzas Cubanas“ sein Markenzeichen setzte und Bürgermeister Christian Kremer seine Hochachtung und Begeisterung, aber auch den großen Stolz über die 120-köpfige Musikerfamilie des Musikvereins Umpfertal als Kulturträger der Stadt ausdrückte.

 Jahreskonzert 2018 Tanz der Vampire

 

Josef Knoblauch hatte neben dem Dank an alle Beteiligten die Freude mitzuteilen, dass sich der Musikverein von der Windkraftspende ein Stage Piano angeschafft habe, an dem Kristina Metzger zu hören war.

Stehende Ovationen und langanhaltender begeisterter Applaus drückte den Dank der Zuhörer an die großen und kleinen Künstlern aus.

© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 05.12.2018